Eigenschaften
Besonderheiten am Edersee
Er befindet sich nicht wie viele andere Bibelgärten in einem Wohnort auf einem Kirchplatz oder einem alten Friedhof hinter dicken Mauern. Er wurde komplett neu angelegt „auf der grünen Wiese“. Er ist von allen Seiten offen, ohne „Hecken und Zäune“ (die auch auf eine biblische Geschichte verweisen könnten!).
Man soll ihn „en passant“ besuchen können, „im Vorübergehen“, wie es auch von einer Begegnung zwischen Gott und Mose erzählt wird (2. Mose 33,19).
Seinen Charakter erhält der Bibelgarten vor allem durch seine Lage an der größten Liegewiese des größten Sees in Hessen. Hier verbringen Menschen ihre Freizeit, sie wohnen in Wochendhäusern und auf Campingplätzen, kommen als Tagestouristen, wandern, paddeln, schwimmen, fahren Rad. Freizeit bedeutet heute für viele nicht nur Entspannung und Rekreation, nicht nur Gesundheitspflege durch Sport. Freizeiträume werden nach neuen soziologischen Einsichten auch immer stärker genutzt als Lernwelten „am dritten Ort“ – also außerhalb von Schule, Beruf oder Zuhause. Dies betrifft auf Scheid Menschen in einem breiten Spektrum von Alter, Lebensformen, kulturellen Gewohnheiten, Bildungs- und Einkommenssituation. Besonders auf Reisen, an interessanten Orten werden viele Menschen neugierig, öffnen sich und lernen gerne etwas dazu.
Ebenfalls prägend ist die Nachbarschaft und Zusammenarbeit mit „Kirche unterwegs“. Das Kirchenzentrum lädt offen ein. Man kann auf der Terrasse in der Sonne sitzen oder im Schatten, Kaffeetrinken oder das eigene Picknick auspacken. Man trifft andere, kommt ins Gespräch. Besonders Familien schätzen die kleinen Spiel- und Sportmöglichkeiten. Die Kirche bietet außerhalb der Veranstaltungen einen Ort der Stille und Kontemplation, man kann beten, eine Kerze anzünden oder religiöse Impulse mitnehmen. Es gibt Toiletten und eine Stelle zum Wasserzapfen für die weitere Tour.
Der Serpentinenweg: Wir sind verwoben
Mit dem Bibelgarten erweitern sich nun die Möglichkeiten. Die besonderen Pflanzen und Objekte verlocken zu einem kleinen Rundgang. Dabei wird der barrierefreie Serpentinenweg rechts und links der großen Treppe zu einem Symbol für die enge Verwobenheit der beiden Akteure. Viele der ehrenamtlich Mitarbeitenden bei „Kirche unterwegs“ können Fragen zum Bibelgarten beantworten oder kleine Führungen machen. Weitere Informationen lassen sich demnächst über die QR-Codes auf mehreren Stelltafeln digital abrufen.